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Gemeindefreizeit 2011

Gemeindefreizeit Zinnowitz

„Hungerst du noch oder teilst du schon?“, so lautete das etwas irritierend klingende Thema der Gemeindefreizeit, die vom 16. bis 22. Oktober in Zinnowitz auf Usedom stattfand . 113 Personen, im Alter von 2 bis 91 Jahren, haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Warum klingt der Titel so befremdlich? Weil uns die Gesellschaft etwas anderes vorlebt. Wenn du hungerst, also Sehnsucht hast nach z.B. Anerkennung, Geborgenheit , Reichtum oder auch nach einem erfüllten Leben, dann halte die Erfüllung fest , wenn du sie hast und lasse sie dir nicht entgehen, aber geht das so? Das Evangelium bietet uns einen anderen Weg zum erfüllten Leben an, nämlich das Teilen mit anderen Menschen und das Teilen meines Lebens mit Gott. Dadurch wird mein Leben erneuert, bereichert und Fülle bzw. Erfüllung wird erfahrbar.

Anhand der Geschichte von der Speisung der 5ooo Männer im Markusevangelium haben sich die Kinder und Jugendlichen sowie die Erwachsenen diesem Thema altersgemäß angenähert. Jeweils morgens ab 10 Uhr bis zum Mittagessen bot sich die Gelegenheit zum Gespräch über dieses Thema.

Der Nachmittag stand immer zur freien Verfügung. Da die katholische Freizeit- und Begegnungsstätte St. Otto direkt von Wald umgeben war und nur einige Minuten Fußmarsch vom Strand und dem Ortszentrum Zinnowitz entfernt lag, gab es viele Möglichkeiten den Nachmittag zu gestalten. Der Tag wurde nach dem Frühstück mit einer Morgendacht für alle Teilnehmer begonnen als auch gemeinschaftlich beendet, mal mit einer Abendandacht oder z.B. mit einem bunten Abend, der für Spaß und Freude sorgte. Nach dem offiziellen Tagesabschluss bot sich die Gelegenheit bei Getränken und Naschereien den Tag ausklingen zu lassen.

Der Mittwoch gab als themenfreier Tag die Möglichkeit, Tagesausfüge nach Swinemünde/Polen, zur Phänomenta oder dem historischen Raketenmuseum in Peenemünde durchzuführen sowie die wunderschöne Landschaft mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden. Der für diesen Tag angekündigte Regen hätte die Mitarbeiter fast zum Verschieben des freien Tages bewogen, aber da es für die Gestaltung der Freizeit abträglich gewesen wäre blieb der Mittwoch bestehen. Und siehe da: es schien die Sonne. Gott sei Dank! Nicht nur für die sonnigen Tage, sondern auch für die gute Atmosphäre zwischen allen Teilnehmern. Wir haben diese Tage miteinander geteilt und keiner ist ärmer geworden. Man fühlte sich irgendwie erfüllter. Woran das wohl lag?

Peter Knura